Inspirierende Netzwerke mit Leichtigkeit gestalten
Als Freiberuflerin habe ich gelernt, wie wichtig mein Netzwerk ist. Über mein Netzwerk entdecke ich nicht nur neue Themen und Methoden, sondern erhalte auch einen Einblick in aktuelle Trends und finde Kooperationsmöglichkeiten für spannende Projekte. Dieser Austausch bringt immer wieder frischen Wind rein und eröffnet mir Perspektiven, die ich allein vielleicht nicht entdeckt hätte.
Doch auch wenn ich so viel Positives aus meinem persönlichen Netzwerk ziehe, gibt es da dieses zwiespältige Gefühl, wenn ich den Begriff "Networking" höre. Ich denke an wuselige Fachkonferenzen und große Netzwerkveranstaltungen, an suchende Blicke Richtung Namensschild meines Gegenübers, der an meinem Titel herausfinden möchte, was ich hier tue, an den Austausch von Visitenkarten und an Small Talk, der sich irgendwie künstlich anfühlt. Irgendjemand meinte mal zu mir, das eingedeutschte Wort "Networken" klingt ein wenig wie "Nett wirken". Und oft höre ich auch aus meinem Umfeld, dass das Label Networking etwas Strategisches hat, dass es um das gezielte Sammeln von Kontakten geht, mit Blick auf eigene Vorteile.
Was dabei oft übersehen wird, ist die emotionale Seite des Netzwerkens. Es ist die Verbindung, die sich nicht in Visitenkarten messen lässt, sondern in den gemeinsamen Erfahrungen, dem Teilen von Ideen und dem gegenseitigen Support. Nicht selten komme ich von einem Netzwerktreffen und denke: "Interessant, so geht es ja auch" oder "Das probier' ich auch mal aus". Es ist ein Prozess des Gebens und Nehmens, der über das hinausgeht, was ich ursprünglich vielleicht mal mit "Networking" in Verbindung gebracht habe.
Gerade von Frauen habe ich schon oft gehört, sie seien keine guten Netzwerkerinnen.
Obwohl jedoch laut einer Studie (Viking/OnePoll 2019) 70% der Befragten meinen, dass Networking wichtig sei für die persönliche und berufliche Entwicklung, tun sich viele trotzdem schwer. Gerade von Frauen habe ich schon oft gehört, sie seien keine guten Netzwerkerinnen. Hauptgrund hierfür sei vor allem der Zeitfaktor - denn mal ehrlich, es geht nicht nur darum, neue Menschen kennenzulernen, sondern auch alle bisherigen wertvollen Kontakte zu pflegen. Und das kostet nun mal Zeit. Ein weiterer Grund, der genannt wird, und uns davon abhält, zu netzwerken, sei das Fehlen von passenden Netzwerkveranstaltungen in der Umgebung. Beim Lesen dieser Aussage musste ich dann doch die Stirn runzeln - dank MeetUp und Co. gibt es allein in meiner Stadt Leipzig unzählige Möglichkeiten, sich zu verschiedensten Themen auszutauschen und sich mit Gleichgesinnten zu treffen. Hinzu kommen virtuelle Communities auf Plattformen wir Instagram oder Linked In. Und auch Seminare oder Weiterbildungsmaßnahmen sind eine großartige Möglichkeit, sein Netzwerk zu erweitern.
Was wäre, wenn wir das Label "Networking" neu definieren würden und mit mehr Leichtigkeit und Spontanität verbinden könnten?
Doch wie oft "netzwerken" wir unbewusst und spontan? Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten - fernab von den offensichtlichen Networking Events. Wenn ich darüber nachdenke, fällt mir die Grillparty in der Nachbarschaft ein, der Wintermarkt in der Grundschule, lange Zugreisen, in denen man ins Gespräch mit seiner Sitznachbarin kommt, das Fitnessstudio, der Co-Working Space - alles alltägliche Möglichkeiten, um neue Kontakte zu knüpfen oder bereits Bestehende zu pflegen. Was wäre, wenn wir das Label "Networking" neu definieren würden und mit mehr Leichtigkeit und Spontanität verbinden könnten?
Du möchtest mehr darüber erfahren und lernen, das Thema "Networking" mit mehr Leichtigkeit zu betrachten? Hier bieten meine Kooperationspartnerinnen von Yuii Business Training spannende Inhalte. Erst vor kurzem konnte ich hier an einem virtuellen Workshop zum Thema Networking als Speaker mitwirken.
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